
Bruchtal (Original: Rivendell), auch Imladris (Sindarin für ‚tiefes Tal der Spalte‘) oder Das Letzte Heimelige Haus östlich der See (Original: The Last Homely House East of the Sea; bei Krege: Das Letzte Heimische Haus östlich des Meeres) genannt, ist eine Zufluchtsstätte am westlichen Rand des Nebelgebirges.
Imladris liegt – wohl zum Schutz vor Feinden – verborgen in einer Schlucht des Bruinenflusses, der die Hochmoore westlich des Nebelgebirges durchschneidet. Aus westlicher Richtung kommend hat der Wanderer einen durch zahlreiche Felsklüfte und Sumpflöcher erschwerten Weg zum Bruinental zu überwinden und anschließend eine Furt zu überqueren. Der Weg ist mit weißen Steinen markiert, um von Freunden Bruchtals gefunden zu werden. Die kieferbestandenen Talhänge ragen so hoch auf, dass das Haus nur aus nächster Nähe von der Kante des Steilhangs aus zu erblicken ist. Ein steiler Zickzackpfad führt ins Tal hinab; das letzte Stück des Weges zum Flussufer verläuft über eine in den Fels gehauene Treppe und einen ordentlich angelegten Pfad.
Das Tal selbst ist grasbewachsen und mit Eichen und Buchen bestanden. Man kann von ihm aus die Nebelberge erblicken. Der Bruinen fließt im Tal schäumend in einem flachen, steinigen Bett. Unterhalb des Hauses stürzt ein Wasserfall eine Felskante hinab. Das Haus liegt auf einer Lichtung am östlichen Ufer. Elrond, der Herr von Imladris, besitzt Macht über den Fluss. So kann er etwa eine Flut auslösen, wenn Feinde den Bruinen zu überqueren versuchen. Auch die klimatischen Bedingungen scheinen sich von der Außenwelt zu unterscheiden. So ist es zur kalten Jahreszeit in Bruchtal deutlich wärmer als anderswo in diesen Breiten.
Als Sauron im Jahre 1693 Z. Z. die Elben Eregions angriff, um in den Besitz der Ringe der Macht zu gelangen, entsandte wenig später der elbische Hochkönig Gil-galad seinen Herold Elrond mit einem Heer nach Süden, um den Elben Eregions zur Hilfe zu kommen. Nachdem die Elben 1697 besiegt worden waren und ihre Hauptstadt Ost-in-Edhil erobert und zerstört worden war, sammelte Elrond die Überlebenden um sich und floh nach Norden, wo er im tiefen Tal des Bruinen die Festung Imladris begründete. Dort wurde er die nächsten drei Jahre belagert, während Sauron seine Streitkräfte auf das Königreich Gil-Galads in Lindon fokussierte. Im Jahre 1700 Z. Z. wurde Sauron schließlich von den Númenórern unter ihrem Kronprinzen Tar-Minastir aus Eriador vertrieben. Imladris blieb als östlicher Vorposten Lindons erhalten und Elrond erhielt von Gil-galad den Ring Vilya.
Nach dem Untergang der Insel Númenor und dem Angriff Saurons auf Elendils Söhne Isildur und Anárion in Gondor versammelten sich in Imladris die Heere Lindons unter Gil-galad und die Heere Arnors unter Elendil und Isildur und blieben dort drei weitere Jahre, in denen Waffen und Pläne geschmiedet wurden. Nach dem vorläufigen Ende Saurons zog sich Elrond erneut nach Imladris zurück. Nach dem Tod Isildurs auf den Schwertelfeldern wurden in Imladris die Bruchstücke von Elendils Schwert Narsil aufbewahrt. Als sich um 1300 D. Z. der Fürst der Nazgûl in Angmar nördlich von Imladris niederließ und die drei Nordkönigreiche der Dúnedain (Arthedain, Cardolan und Rhudaur) bekriegte, unterstützten die Elben die Dúnedain mit Truppen und griffen Angmar im Rücken an. 1409 wurde Imladris ein weiteres Mal belagert, diesmal von den Truppen Angmars.
Nach dem Ende der Nordkönigreiche und Angmars wurde Imladris ein Zufluchtsort für die Nachfahren der Dúnedain, die Waldläufer. Neben Narsil wurden von nun an auch andere wichtige Erbstücke der Dúnedain dort aufbewahrt, so das Szepter von Annúminas und Barahirs Ring. Imladris war im D. Z. das letzte gastliche Haus für ostwärts Reisende vor der gefahrvollen Überquerung des Nebelgebirges. Dank Elronds Ring Vilya war Imladris ein Ort, an dem Zeit eine andere Bedeutung hatte und die Erinnerung an die Altvorderenzeit erhalten blieb.
(Quelle: ardapedia.herr-der-ringe-film.de)
Keine Mitglieder gefunden.
Keine Mitglieder gefunden.
Keine Mitglieder gefunden.
Keine Mitglieder gefunden.