Rohan, auch die Mark oder Riddermark genannt, ist das Land der Rohirrim in Mittelerde. Zwischen dem großen Fluss Anduin und dem Weißen Gebirge liegt das Königreich Rohan. Ein flaches, grünes Land mit wenigen Hügeln und großen ausgedehnten Grasmeeren. Die Nördlichen Grenzen bilden Fangorn und der Fluss Limklar. Im Osten zieht sich die Grenze entlang des Anduin, über die Ostmauer von Rohan bis zu den Mündungen der Entwasser und dem Mering-Strom. Die natürliche Grenze im Süden bildet das Weiße Gebirge. Die westlichen Gebiete werden von den beiden Flüssen Adorn und Isen begrenzt.

Die Bewohner Rohans sind die Rohirrim (Sindarin für ‚Pferdeherren’), ein Volk, dass eng mit den Edain verwandt ist, besonders mit dem Hause Hadors. Wie die Menschen dieses Hauses sind die Rohirrim groß, blond und helläugig. Anders als die Edain überschritten sie im Ersten Zeitalter nicht die Ered Luin, sondern blieben in Eriador und zogen sich später in das Tal des Anduin zurück.Die Rohirrim sind ein Bauernvolk, das von Viehzucht und Ackerbau lebt. Sie leben nicht in großen Ansiedlungen sondern sind ein verstreutes Volk, dass sich auf einzelnen Gehöften und in kleinen Dörfern verteilt, von denen die meisten an den Hängen der Ered Nimrais liegen. Wenn auch keine Nomaden, so sind die Rohirrim doch ein Reitervolk, dessen Reiter als die besten in Mittelerde gelten und berühmt und gefürchtet sind. Die Mearas waren die edelsten unter den Pferden der Rohirrim und suchten in Mittelerde ihresgleichen.

Die Hauptstadt von Rohan ist Edoras, eine Ansiedlung auf einem Vorberg der Ered Nimrais. Hier lebt der König der Mark in der Goldenen Halle Meduseld. Edoras wird durch eine hohe Steinmauer geschützt, die mit Dornen gekrönt ist. Unterhalb von Meduseld entspringt der Schneeborn. Die zweitgrößte Stadt Rohans ist Aldburg der ehemalige Sitz der Könige der Mark. Weitere größere Ansiedlungen finden sich im Hargtal und bei Helms Klamm.

Rohan gehörte bis zum Jahr 2510 D. Z. zum Königreich Gondor und wurde Calenardhon genannt. Der Truchsess Cirion übergab die Provinz den Éothéod, die bis dahin in den nördlichen Tälern des Anduin gewohnt hatten, als Dank für die Hilfe in der Schlacht auf den Feldern des Celebrant. So wurde Eorl der Gründer und erste König von Rohan. In seinem Andenken nennen sich seine Nachfahren noch heute "Eorlingas" (Söhne Eorls). Im Jahr 2569 wurde die Goldene Halle Meduseld vollendet und König Brego verlegt die Hauptstadt von Aldburg nach Edoras. 2570 betritt sein Sohn Baldor die Pfade der Toten und kehrt nicht zurück. 2758 wird Rohan von einem großen Heer der Dunländer und den mit ihnen verbündeten Corsaren von Umbar angegriffen. Gondor kann den Verbündeten nicht zur Hilfe eilen, da das Königreich ebenfalls hart von den Haradrim bedrängt wird. König Helm Hammerhand muss sich nach verlustreichen Kämpfen um die Furten des Isen in die Hornburg zurückziehen. Rohan wird überrannt und die Bewohner flüchten in die Festungen. Im November beginnt der Lange Winter, der bis März dauern wird und viele Opfer unter Belagerten und Belagernden fordert. Helm stirbt während der Belagerung, ebenso wie seine Söhne. Im Frühling vertreibt Helms Neffe Fréaláf die Feinde aus Edoras, denen auch die mit der Schneeschmelze einhergehenden Überflutungen stark zusetzen. Fréaláf wird zum ersten König der zweiten Linie. Um 2800 dringen von Norden her Orks nach Rohan ein, die vor dem Rachekrieg der Zwerge flüchten. Die Orks können sich teilweise in den Ered Nimrais festsetzen und werden erst nach einigen Jahrzehnten vertrieben. 2885 überschreiten die Haradrim den Fluss Poros und greifen Gondor an. Die beiden älteren Söhne Folcwines, Folcred und Fastred, die Gondor zur Hilfe geeilt sind, fallen in der Schlacht und werden nahe des Flussübergangs beigesetzt.


(Quelle: ardapedia.herr-der-ringe-film.de)


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