
Gondor (Sindarin für ‚Land der Steine‘) ist ein großes Dúnedain-Königreich im Nordwesten Mittelerdes. Nach dem Untergang Númenors gegründet, erlebt es in der ersten Hälfte des Dritten Zeitalters eine Blütezeit und wird zum größten und mächtigsten je dagewesenen Reich der Menschen. Durch innere Konflikte und Kriege mit verfeindeten Völkern verfällt seine Herrlichkeit jedoch nach und nach.Das Land lag im südlichen Bereich der bekannten Gebiete von Mittelerde. Im Norden grenzte das verbündete Königreich Rohan an Gondor, im Osten lag Mordor, im Nordosten lagen die menschenleeren Ebenen von Rhovanion. Im Süden lagen die weiten Lande Harads während die westlichen Gebiete Gondors ebenso wie die Gebiete nordwestlich der Grenzen nur dünn besiedelt waren.
Typisch für die Geographie Gondors war das Weiße Gebirge, welches das Land von West nach Ost durchzog und im Dritten Zeitalters auch die Nordgrenze des Landes bildete. Die Bergkette besaß lange bewaldete Ausläufer, die sich teilweise bis an die Küste erstreckten. Ebenso prägend und von weit größerer Bedeutung für das Königreich war der mächtige Strom Anduin. Die Provinz Ithilien östlich des Anduin und die Regionen westlich des Flusses Ringló waren hügelige Waldlandschaften. Zu Gondor gehörte die Insel Tolfalas, ebenso wie das sumpfige Delta des Anduin. Die Pflanzen, die in Ithilien wuchsen (Lorbeer, Oliven, Terpentinpistazien, Thymian), deuten darauf hin, dass das Klima in Gondor eher mediterran war.
Das Königreich Gondor war in mehrere Lehen unterteilt, die von Adligen verwaltet wurden. Jedoch bildeten diese Lehen weniger Kleinkönigreiche als Verwaltungseinheiten. Im Falle des Krieges wurden in den Lehen Truppen gemustert, die verschieden spezialisiert waren. Die bevölkerungsreichsten Regionen Gondors waren, neben dem Gebiet um die Hauptstadt Minas Tirith, Lossarnach, Lebennin, und Belfalas.
Als Sitz der Könige und bevölkerungsreichste Siedlung war Osgiliath lange Zeit die bedeutendste Stadt des Königreichs. Trotz der Lage weit im Landesinneren war die Stadt auf Grund der Tiefe des Anduins auch für große seetüchtige Schiffe zu erreichen. Des weiteren war Osgiliath der einzige Ort, an dem eine Brücke über den Anduin führte. Weitere wichtige Städte waren Minas Anor und Minas Ithil, ebenso, als größte Hafenstadt und wichtigster Stützpunkt der Flotte Pelargir außerdem die Festung und der Hafen von Dol Amroth. Im Laufe der Zeit nahm die Bedeutung von Osgiliath immer mehr ab, der Thronräuber Castamir plante sogar, den Thronsitz nach Pelargir zu verlegen.
Nach der Zerstörung Osgiliaths und dem Fall von Minas Ithil gewann Minas Anor, das von da an Minas Tirith, was soviel bedeutet wie Turm der Wacht, genannt wurde, als Sitz der Könige, größte und am stärksten befestigte Stadt und als Wachtposten über die Anduinbrücken zunehmend an Bedeutung.Nachdem die Númenórer sich in Gondor niedergelassen hatten, vermischten sie sich relativ schnell mit der einheimischen Bevölkerung, die jedoch nicht sehr zahlreich war. In manchen Gegenden Gondors schritt diese Vermischung weiter fort als in anderen, so dass besonders die Menschen in Lossarnach eher den dunkleren, stämmigeren Menschen Mittelerdes glichen, als den hochgewachsenen, hellhäutigen Númenórern, die noch in der Region um Dol Amroth zu finden waren.
(Quelle: ardapedia.herr-der-ringe-film.de)
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